Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

 (gelesen in der Augsburger Allgemeinen am 29.1.2018)

Instagram-Likes checken, die täglichen Snapchat-Kontakte am Laufen halten, mit Freunden texten und dann noch online Hausaufgaben machen. Viele Teenager nutzen mittlerweile mehrere Stunden am Tag ihr Smartphone oder ihren Laptop.

Eine neue US-Studie liefert weitere Hinweise für etwas, das selbst viele der jungen Dauernutzer schon ahnen: Immer mehr Zeit online zu verbringen heißt nicht zwingend, sich immer besser zu fühlen.

Im Gegenteil. Am glücklichsten sind die Teens, die nur knapp eine Stunde täglich online sind – das zumindest ergab die Studie der San Diego State University. Für die, die länger als eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, sinken die Zufriedenheitswerte – ebenso bei denen, die gar keine Digitalmedien nutzen (dürfen).

 

Insgesamt zeigte sich: Jugendliche, die einen größeren Teil ihrer Freizeit mit Sport, Lesen oder Verabredungen verbringen als mit Online-Aktivitäten wie Computerspielen, sozialen Medien oder Video-Chats mit Freunden, fühlen sich deutlich glücklicher als solche, bei denen das Verhältnis umgekehrt ist.

Hefner, die selbst jüngst ein Buch zum Phänomen «Permanent Online, Permanent Connected» mit herausgegeben hat, glaubt, dass die Angst davor, etwas zu verpassen, für viele Jugendliche ein wichtiges Motiv bei der exzessiven Smartphone-Nutzung ist. Dann sei auch eine Abwärtsspirale möglich – etwa, wenn man passiv mitlese und sehe, wovon man alles ausgeschlossen sei. Auch Neid spiele beim Lesen von Posts oft eine Rolle.

Ähnlich wie andere deutsche Studien zieht auch Hefner den Schluss: «Beschränkung macht mit Sicherheit Sinn.» Fraglich sei, ob beim Smartphone eine strikt zeitliche Begrenzung funktioniere. «Was aber geht: kein Smartphone beim gemeinsamen Essen und bei Gemeinschaftsaktivitäten, kein Smartphone abends und nachts im Bett. Und tagsüber smartphonefreie Fenster.» All dies in Absprache und Aushandlung mit dem Nachwuchs.

Das ist deutlich weniger strikt als manche Regeln, die US-Technik-Titanen ihren Sprösslingen auferlegen: Sie schicken sie im Silicon Valley nicht nur auf Technologie-freie Schulen, sondern erlauben ihnen Smartphones auch erst ab 14 Jahren – wie etwa Bill Gates dies tut.

© Corina Engelstätter

 

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