Schon gehört?

Warum sind Daten so wertvoll?

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 10.4.2018)

Der Datenklau bei Facebook macht viele Menschen wütend. Ein Experte verrät, wie Firmen damit viel Geld verdienen.

Wer etwas Wertvolles besitzt, passt meist gut darauf auf. Zum Beispiel auf ein neues Fahrrad oder ein teures Handy. Es gibt aber auch wertvolle Dinge, die man nicht so gut sieht: Daten. Da ist das Aufpassen schwieriger.

Daten sind Informationen über Menschen: etwa ihr Wohnort oder ihr Alter. Viele soziale Netzwerke sammeln im Internet solche Daten. Wenn man sich dort anmeldet, soll man angeben, wie alt man ist oder ob man ein Bub oder ein Mädchen ist. Aber man hinterlässt auch noch andere Daten: Zum Beispiel, indem man etwa auf Facebook einen bestimmten Fußballverein „liked“.

Und warum ist das wertvoll?

„Dein Alter, dein Geschlecht oder deine Hobbys sind wichtig für Firmen, die Werbung machen“, erklärt ein Experte. Diese Firmen wollen wissen, wer man ist und welche Interessen man hat. Damit können sie für unterschiedliche Menschen die passende Werbung aussuchen.

Das funktioniert so: Wenn man auf Facebook einen Fußball- Club gut findet, dann erfährt zum Beispiel eine Firma, die Trikots verkauft, welcher Nutzer sich für Fußball interessieren. Die Firma bezahlt Geld dafür, dass diesen Nutzern die passende Werbung angezeigt wird.

Es kann aber auch sein, dass man auf einer ganz anderen Seite Klamotten anschaut und kurz danach sieht man auf Facebook eine Werbung für genau diese Kleider. Das liegt alles an der Spur von Daten, die man auf vielen Webseiten hinterlässt.

Gerade reden viele Leute über das Thema Daten und Facebook. Denn eine Firma hat unerlaubt Informationen von vielen Facebook- Nutzern benutzt. Facebook hat nun angekündigt, die Daten in Zukunft besser zu schützen.

So gefährlich sind Energy-Drinks wirklich

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 28.2.2018)

Jugendliche konsumieren Unmengen an Energy-Drinks. In Discos und auf LAN-Partys bis zu fünf Litern am Tag. Dabei kann schon ein halber Liter gefährlich sein.

Seit Jahren gehören sie für junge Menschen zu einem Disko-Abend einfach dazu: Engery Drinks. Am besten mit Wodka gemischt. Dabei sind Energy-Drinks deutlich gefährlicher, als den meisten Party-Gängern bewusst ist. Mehr als ein halber Liter in 24 Stunden kann bereits riskant sein. Ein übermäßiger Konsum kann Herzrhythmusstörungen, Krämpfe oder Nierenversagen zur Folge haben. Vor allem, wenn die Drinks mit Alkohol gemischt werden, bei intensivem Sport oder nächtelangem Tanzen konsumiert werden. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

 

Jugendliche trinken bis zu fünf Liter am Tag

Für die Studie befragte das Institut 508 solcher „Hochverzehrer“ in Diskotheken und Clubs, auf Musikfestivals, Sportveranstaltungen und bei LAN-Partys. Dabei trinken die Befragten beim Tanzen in Clubs rund ein Liter Energy-Drink – natürlich gemischt mit Wodka.

Noch schlimmer ist die Situation bei LAN-Partys. „In Einzelfällen werden dort bis zu fünf Liter innerhalb von 24 Stunden getrunken“, sagt BfR-Präsident Andreas Hensel. „Unerwünschte gesundheitliche Wirkungen von Energy-Drinks sind insbesondere möglich, wenn man sehr viel davon trinkt, sie mit Alkohol vermischt, wenig schläft oder sich körperlich anstrengt.“

 

Verbraucherhinweise werden kaum gelesen

Aufpassen sollten vor allem Personen, die leicht auf Koffein reagieren. Zum Beispiel Menschen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Aber auch Schwangere und Kinder sollten Energy-Drinks unbedingt meiden. Bereits im Jahr 2012 hatten Forscher in der renommierten Fachzeitschrift „Pediatrics“ vor dem Konsum von Energydrinks gewarnt.

Dabei müssen die Hersteller inzwischen Verbraucherhinweise auf den Flaschen anbringen. Die werden jedoch, so der Schluss des BfR, von kaum jemandem wahrgenommen.

Energydrinks sind Getränke, die neben Koffein auch die aufputschenden Stoffe Taurin, Inosit und Glucuronolacton oft in hohen Konzentrationen enthalten. (daam)

 

Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

 (gelesen in der Augsburger Allgemeinen am 29.1.2018)

Instagram-Likes checken, die täglichen Snapchat-Kontakte am Laufen halten, mit Freunden texten und dann noch online Hausaufgaben machen. Viele Teenager nutzen mittlerweile mehrere Stunden am Tag ihr Smartphone oder ihren Laptop.

Eine neue US-Studie liefert weitere Hinweise für etwas, das selbst viele der jungen Dauernutzer schon ahnen: Immer mehr Zeit online zu verbringen heißt nicht zwingend, sich immer besser zu fühlen.

Im Gegenteil. Am glücklichsten sind die Teens, die nur knapp eine Stunde täglich online sind – das zumindest ergab die Studie der San Diego State University. Für die, die länger als eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, sinken die Zufriedenheitswerte – ebenso bei denen, die gar keine Digitalmedien nutzen (dürfen).

 

Insgesamt zeigte sich: Jugendliche, die einen größeren Teil ihrer Freizeit mit Sport, Lesen oder Verabredungen verbringen als mit Online-Aktivitäten wie Computerspielen, sozialen Medien oder Video-Chats mit Freunden, fühlen sich deutlich glücklicher als solche, bei denen das Verhältnis umgekehrt ist.

Hefner, die selbst jüngst ein Buch zum Phänomen «Permanent Online, Permanent Connected» mit herausgegeben hat, glaubt, dass die Angst davor, etwas zu verpassen, für viele Jugendliche ein wichtiges Motiv bei der exzessiven Smartphone-Nutzung ist. Dann sei auch eine Abwärtsspirale möglich – etwa, wenn man passiv mitlese und sehe, wovon man alles ausgeschlossen sei. Auch Neid spiele beim Lesen von Posts oft eine Rolle.

Ähnlich wie andere deutsche Studien zieht auch Hefner den Schluss: «Beschränkung macht mit Sicherheit Sinn.» Fraglich sei, ob beim Smartphone eine strikt zeitliche Begrenzung funktioniere. «Was aber geht: kein Smartphone beim gemeinsamen Essen und bei Gemeinschaftsaktivitäten, kein Smartphone abends und nachts im Bett. Und tagsüber smartphonefreie Fenster.» All dies in Absprache und Aushandlung mit dem Nachwuchs.

Das ist deutlich weniger strikt als manche Regeln, die US-Technik-Titanen ihren Sprösslingen auferlegen: Sie schicken sie im Silicon Valley nicht nur auf Technologie-freie Schulen, sondern erlauben ihnen Smartphones auch erst ab 14 Jahren – wie etwa Bill Gates dies tut.

© Corina Engelstätter

 

Sind Bayerns Hauptschüler im Ländervergleich besser?

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen am 19.12.2017)

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: In Bayern finden die meisten Mittelschüler eine Ausbildungsstelle. Bilden Bayerns Mittelschulen ihre Schüler folglich etwa besser aus? Von Christina Heller

Schaut man sich die reinen Zahlen an, könnte man meinen, Bayern macht es im Vergleich zum Rest Deutschlands mal wieder am besten.

Etwa 70 Prozent der Schüler, die mindestens einen Mittelschulabschluss haben, bekommen hier gleich nach der Schule eine Lehrstelle. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 49 Prozent. So geht es aus dem Ländermonitor berufliche Bildung der Bertelsmann-Stiftung hervor. Die nächstliegende Schlussfolgerung ist da: Bayerns Mittelschulen bilden ihre Schüler viel besser aus. Aber stimmt das?

Auf eine offene Lehrstelle kommen in Bayern weniger Bewerber

Nicht ganz, sagen die Autoren des Ländermonitors selbst. „Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat ein Hauptschulabschluss in Bayern schon eine höhere Anerkennung“, sagt Lars Theis, der den Ländermonitor bei der Bertelsmann-Stiftung betreut. Doch das ist nicht der einzige Grund, führt er fort: „In Bayern ist auch die Situation auf dem Ausbildungsmarkt sehr angespannt, deshalb tun sich Hauptschüler dort leichter, eine Lehrstelle zu finden“, sagt er. Will heißen: Auf eine offene Lehrstelle kommen hier viel weniger Bewerber als in anderen Bundesländern.

Viele schwäbische Betriebe suchen heute gezielt Mittelschüler

Ganz ähnlich sieht das Simone Fleischmann, die Präsidentin des bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes. „Die Ausbildungssituation bei uns in Bayern ist so exzellent, dass fast jeder, der eine Lehrstelle sucht, auch eine bekommt.“ Das sei nicht immer so gewesen. Fleischmann kann sich noch erinnern, als sie selbst Abschlussklassen an einer Mittelschule betreut hat: „Damals – vor zehn, zwölf Jahren – war es wirklich nicht so einfach, für jeden Schüler eine Lehrstelle zu finden“, sagt sie. Heute sei das leichter, auch weil in vielen Unternehmen ein Umdenken stattgefunden habe. Die Betriebe wüssten heute: „Wenn wir einen Mittelschüler nehmen und den unterstützen, dann ist der motivierter und er bleibt uns erhalten“, sagt sie. Das kann auch Oliver Heckmann bestätigen. Viele Betriebe in Schwaben würden gezielt nach Mittelschülern suchen, sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Bildung bei der Industrie- und Handelskammer Schwaben. „Das ist der entscheidende Unterschied zu manch anderen Bundesländern.“

Welche Rolle spielen gute Noten bei der Einstellung?

Gleichzeitig ist von Betrieben zu hören, dass die Anforderungen an Auszubildende steigen – gerade durch die Digitalisierung. Für manche Berufe, heißt es dann, werde man zukünftig nur noch sehr gute Realschüler oder Abiturienten als Lehrlinge einstellen können, weil nur sie die notwendigen Voraussetzungen mitbrächten. „Auf der einen Seite kann ich den Reflex bei Unternehmen schon verstehen, einen Schüler mit extrem guten Noten einzustellen“, sagt Fleischmann. Ob das der richtige Weg sei, bezweifelt sie aber: „Ich habe so viel Kontakt zu ehemaligen Schülern. Und viele haben sich durch die Ausbildung so positiv entwickelt, dass sie jetzt zu den besten Mitarbeitern zählen.“

© Corina Engelstätter

Ein Volk von Mathe Muffeln

Bildung Brüche, Dreisatz, Prozentrechnen: Was jeder können sollte

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 28.11.2017)

Die Mathematik hat ein Problem: Ihr Image ist schlecht. „In Deutschland ist es cool, wenn man sagt, dass man Mathe in der Schule nicht konnte“, sagt Mathematik Professor Christian Hesse von der Universität Stuttgart. „Damit kann man punkten.“ Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung spricht gar von einem „Volk von Zahlenblinden“.

Zugleich werden wir immer häufiger mit Daten und Statistiken konfrontiert – und auch Mathe-Skeptiker vertrauen auf Dinge, die sie nicht verstehen: kompliziert errechnete Kryptowährungen, Algorithmen bei Partnerbörsen im Internet oder in den sozialen Netzwerken. „Es ist wichtig, dass man dafür ein Verständnis hat“, sagt Hesse. Die negative Grundhaltung gegenüber der Mathematik sei ein ziemlich deutsches Phänomen. „In Frankreich und skandinavischen Ländern ist das anders.“ Dort werde Mathematik als große Kulturleistung angesehen.

Mathematik ist für viele Schüler ein Albtraum – und doch eine wichtige Grundlage unseres Lebens. Für den Alltag reiche der Stoff der 8. Klasse, findet Hesse: Bruchrechnen, Dreisatz und Prozentrechnung, für ihn die „Königsdisziplin“ der Alltagsmathematik. „Wenn man Wahrscheinlichkeitsaussagen verstehen will, braucht man aber mehr. “Man müsse verstehen, wie der Banker dazu kommt, eine Geldanlage zu empfehlen, oder wie Chancen und Risiken einer medizinischen Behandlung gegeneinander abzuwägen sind.

Hesse sieht vor allem die Schulen in der Pflicht. Grundschülern mache Mathe Spaß, weil alles aufgehe, sagt er. Später werde es dann abstrakter, Kinder spürten das Unbehagen ihrer Eltern. Kein Wunder: Viele Erwachsene greifen schon bei einfachen Kopfrechenaufgaben zum Taschenrechner.

© Corina Engelstätter

Steffen Tölzer, ehemaliger Schüler unserer Schule, bestritt sein 600. Spiel für die Augsburger Panther

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 6.10.2017)

Der langjährige Kapitän der Panther bestritt am Donnerstag, 5.10. sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga. Diese Marke haben zwar bereits einige Profi-Kollegen erreicht, aber das Besondere bei dem 32-Jährigen, der aus dem AEV-Nachwuchs stammt: Er hat alle Erstligaspiele nur für einen Verein bestritten. „Die Augsburger Panther sind eben mein Klub“, sagt das Urgestein….

Seit 2014 ist Tölzer Kapitän der Mannschaft. „Er ist in der Stadt, aber auch in der Liga das Gesicht der Mannschaft“, sagt Sportmanager Duanne Moeser über seinen früheren Teamkollegen und fügt an: „Ihn zeichnet sein unbedingter Wille zu gewinnen aus. Außerdem hat er nie aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Und er ist noch nicht satt.“ Auch durch eine schwere Halswirbelverletzung vor einigen Jahren ließ sich der Abwehr-Spezialist nicht stoppen. Für die Panther hat er bisher 24 Tore erzielt und 81 Vorlagen gegeben….

Steffen Tölzer wurde sogar zum Sportler des Jahres 2017 gewählt. Seine Ausbildung auf dem Eis begann Tölzer beim ESV Pinguine Königsbrunn, bevor er zum benachbarten AEV wechselte.

Nicht nur das Eis verbindet ihn mit Königsbrunn: Tölzer war einmal Schüler unserer Schule- im Jahr 2000 hat er hier seinen Schulabschluss gemacht.

© Corina Engelstätter

Smartphone-Nutzung macht Kinder krank

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 30.5.2017)

Wenn Kinder ständig am Handybildschirm hängen, steigt das Risiko von Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche – so das Ergebnis der aktuellen Studie.

Wie Smartphones Kinder krank machen: Konzentrationsstörungen, Zappelphilipp-Syndrom

Übermäßiger Konsum von digitalen Medien gefährdet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen massiv, so lautet das Fazit der Blikk-Studie, die Marlene Mortler (CSU), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gestern in Berlin vorgestellt hat.

Für die Studie hatten rund 80 Kinderärzte aus ganz Deutschland im Rahmen der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen bei fast 6000 Kindern den Zusammenhang von Mediennutzung und Gesundheit erfasst. Und dabei erhebliche Risiken festgestellt:

Schon bei einem täglichen Smartphone-Gebrauch von einer halben Stunde etwa steigt bei Acht- bis 13-Jährigen das Risiko von Konzentrationsstörungen auf das Sechsfache des üblichen Werts.

Die Verfasser der Studie sehen angesichts der wachsenden Probleme vor allem die Eltern in der Pflicht. Diese müssten Vorbilder sein, doch Kinderärzte berichten etwa davon, dass Mütter und Väter ihren quengelnden Kindern im Wartezimmer Handy-Videos zur Beruhigung vorspielen.

Eltern sollen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln

Die Studie wolle die digitalen Medien nicht generell verdammen. Es gehe angesichts der Risiken aber darum, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu vermitteln.

Ein eigenes Handy sei frühestens ab zwölf sinnvoll. Mit älteren Kindern und Jugendlichen sollten Eltern eine Art Vertrag über den erlaubten Umfang der Mediennutzung abschließen. Und dessen Einhaltung auch konsequent kontrollieren. Achten müssten Mütter und Väter auch auf handyfreie Zonen, etwa bei den Mahlzeiten.

Und auf genügend „echte“, gemeinsame Erlebnisse: „Öfter mal Paddeln statt Daddeln und Kicken statt Klicken.“

Das sagt die Blikk- Studie:

  • 600000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland gelten als internetsüchtig. Hinzu kommen 2,5 Millionen sogenannte „problematische Internetnutzer“.
  • 16% der 13- und 14-Jährigen geben an, Probleme zu haben, die Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.
  • Sechs Prozent der 12-17- Jährigen gelten als behandlungsbedürftig.
  • Etwa 90 % aller Kinder wachsen ohne vernünftige Leitlinien im Umgang mit digitalen Medien auf.

© Corina Engelstätter

Smartphone-Nutzung macht Kinder krank

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 30.5.2017)

Wenn Kinder ständig am Handybildschirm hängen, steigt das Risiko von Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche – so das Ergebnis der aktuellen Studie.

Wie Smartphones Kinder krank machen: Konzentrationsstörungen, Zappelphilipp-Syndrom

Übermäßiger Konsum von digitalen Medien gefährdet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen massiv, so lautet das Fazit der Blikk-Studie, die Marlene Mortler (CSU), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gestern in Berlin vorgestellt hat.

Für die Studie hatten rund 80 Kinderärzte aus ganz Deutschland im Rahmen der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen bei fast 6000 Kindern den Zusammenhang von Mediennutzung und Gesundheit erfasst. Und dabei erhebliche Risiken festgestellt:

Schon bei einem täglichen Smartphone-Gebrauch von einer halben Stunde etwa steigt bei Acht- bis 13-Jährigen das Risiko von Konzentrationsstörungen auf das Sechsfache des üblichen Werts.

Die Verfasser der Studie sehen angesichts der wachsenden Probleme vor allem die Eltern in der Pflicht. Diese müssten Vorbilder sein, doch Kinderärzte berichten etwa davon, dass Mütter und Väter ihren quengelnden Kindern im Wartezimmer Handy-Videos zur Beruhigung vorspielen.

Eltern sollen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln

Die Studie wolle die digitalen Medien nicht generell verdammen. Es gehe angesichts der Risiken aber darum, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu vermitteln.

Ein eigenes Handy sei frühestens ab zwölf sinnvoll. Mit älteren Kindern und Jugendlichen sollten Eltern eine Art Vertrag über den erlaubten Umfang der Mediennutzung abschließen. Und dessen Einhaltung auch konsequent kontrollieren. Achten müssten Mütter und Väter auch auf handyfreie Zonen, etwa bei den Mahlzeiten.

Und auf genügend „echte“, gemeinsame Erlebnisse: „Öfter mal Paddeln statt Daddeln und Kicken statt Klicken.“

Das sagt die Blikk- Studie:

  • 600000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland gelten als internetsüchtig. Hinzu kommen 2,5 Millionen sogenannte „problematische Internetnutzer“
  • 16% der 13- und 14-Jährigen geben an, Probleme zu haben, die Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.
  • Sechs Prozent der 12-17- Jährigen gelten als behandlungsbedürftig.
  • Etwa 90 % aller Kinder wachsen ohne vernünftige Leitlinien im Umgang mit digitalen Medien auf

Das Grundgesetz wird 68 Jahre alt!

Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Es ist am 23. Mai 1949 in Kraft getreten. Damit ist das Grundgesetz genauso alt wie die Bundesrepublik Deutschland.

Im Grundgesetz sind 146 einzelne Artikel enthalten. Jeder Artikel steht für ein Gesetz, also eine Regel. Diese Regeln bestimmen, wie die Menschen in Deutschland miteinander leben sollen.

Das Grundgesetz wurde in den Jahren 1948 und 1949 geschrieben. Damals war Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Die drei Zonen im Westen wurden von Frankreich, Großbritannien und den USA verwaltet. Die Zone im Osten verwaltete die ehemalige Sowjetunion.

Das Grundgesetz entsteht

Die Politiker aus den drei Zonen im Westen dachten sich Regeln aus und schrieben sie auf. So eine Sammlung von Regeln nennt man normalerweise „Verfassung“. Weil aber niemand aus der ehemaligen sowjetischen Zone mitmachte, sollten die Regeln anders heißen. Die Politiker einigten sich auf den Namen Grundgesetz. Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer (Foto links) hat das Grundgesetz am 8. Mai 1949 verkündet. Die Bundesrepublik Deutschland wurde gegründet.

1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

Ob Kinder oder Erwachsene, Ausländer oder Deutsche, Nichtbehinderte oder Behinderte: Alle haben die gleichen Rechte, ohne Ausnahme. Das klingt eigentlich selbstverständlich, dabei war es nicht immer so. Lange Zeit hatten zum Beispiel Frauen weniger Rechte als Männer. Sie durften lange nicht wählen.

2. Jeder darf seine Meinung frei sagen
Zum Beispiel darf jeder über Politiker sagen:“Ich finde nicht gut, was sie tun“. Kaum zu glauben, aber es gab Zeiten, da kam man für solche Sätze ins Gefängnis.

3. Die Macht in Deutschland ist aufgeteilt
Es dürfen immer nur mehrere Politiker gemeinsam das Sagen haben und Entscheidungen treffen. Denn es gab eine schlimme Zeit in Deutschland, zu der das anders war. Damals hatten Adolf Hitler und seine Partei alleine das Sagen. So etwas soll nie wieder möglich sein.

Das sind nur drei Beispiele für Regeln, die im Grundgesetz stehen. Insgesamt sind es 146.

© Corina Engelstätter

Warum man Musik nicht weitergeben darf

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 3.April 2017)

Weil ein Kind das Album von Rihanna ins Internet stellte, werden die Eltern bestraft.

Wenn du im Laden ein Buch kaufst, kannst du es einmal oder auch hundertmal durchlesen. Du kannst es verschenken oder auch weiterverkaufen. Das alles ist legal. Geht es aber um Musik, wird die Sache komplizierter!

Viele Leute kaufen Musik in Form von MP3s oder ähnlichen Formaten. Diese Dateien laden sie runter und speichern sie z.B. auf dem Computer. Oft werden die Dateien dann auf speziellen Seiten wieder hochgeladen- also upgeloaded. Meist ist das verboten. Aber warum?

Den Firmen entgeht dadurch Gewinn

„Das hat etwas mit dem Urheberrecht zu tun“, erklärt Anwältin Simone Eckert. Die Autoren eines Buches oder die Komponisten eines Liedes gelten als die Urheber ihrer Werke- und diese Urheber haben in Deutschland besondere Rechte: zum Beispiel darf keiner ohne Erlaubnis ihr Buch abschreiben und verkaufen.

Musiker geben ihre Rechte oft an eine Plattenfirma ab. Sie sagen damit also: Allein ihr dürft meine Musik verkaufen. Dafür bekommen die Musiker z.B. einen Teil des Geldes aus den Verkäufen. Lädt jemand ohne Erlaubnis dieser Plattenfirma oder des Künstlers Musik im Internet hoch, verletzt er das Urheberrecht und kann dafür richtig Ärger bekommen.

So geht es gerade einer Familie aus München. Eines der drei Kinder lud ein Album von Rihanna hoch. Die Plattenfirma fand das schnell heraus und klagte die Familie an.

Nun müssen die Eltern mehr als 3500 € bezahlen.

„Lädt jemand Musik im Internet hoch, könnten es tausende Menschen kostenlos herunterladen“, erklärt Simone Eckert. „ Die Menschen kaufen sich dann vermutlich die Musik nicht mehr. Dadurch entgeht der Firma der Gewinn.“

Das finden die natürlich nicht gut. Deshalb gehen Plattenfirmen immer wieder gegen verbotene Uploads vor.

Schon gehört?
  • Warum sind Daten so wertvoll?

    (gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 10.4.2018)

    Der Datenklau bei Facebook macht viele Menschen wütend. Ein Experte verrät, wie Firmen damit viel Geld verdienen.

    Wer etwas Wertvolles besitzt, passt meist gut ...

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