Schon gehört?

Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

 (gelesen in der Augsburger Allgemeinen am 29.1.2018)

Instagram-Likes checken, die täglichen Snapchat-Kontakte am Laufen halten, mit Freunden texten und dann noch online Hausaufgaben machen. Viele Teenager nutzen mittlerweile mehrere Stunden am Tag ihr Smartphone oder ihren Laptop.

Eine neue US-Studie liefert weitere Hinweise für etwas, das selbst viele der jungen Dauernutzer schon ahnen: Immer mehr Zeit online zu verbringen heißt nicht zwingend, sich immer besser zu fühlen.

Im Gegenteil. Am glücklichsten sind die Teens, die nur knapp eine Stunde täglich online sind – das zumindest ergab die Studie der San Diego State University. Für die, die länger als eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, sinken die Zufriedenheitswerte – ebenso bei denen, die gar keine Digitalmedien nutzen (dürfen).

 

Insgesamt zeigte sich: Jugendliche, die einen größeren Teil ihrer Freizeit mit Sport, Lesen oder Verabredungen verbringen als mit Online-Aktivitäten wie Computerspielen, sozialen Medien oder Video-Chats mit Freunden, fühlen sich deutlich glücklicher als solche, bei denen das Verhältnis umgekehrt ist.

Hefner, die selbst jüngst ein Buch zum Phänomen «Permanent Online, Permanent Connected» mit herausgegeben hat, glaubt, dass die Angst davor, etwas zu verpassen, für viele Jugendliche ein wichtiges Motiv bei der exzessiven Smartphone-Nutzung ist. Dann sei auch eine Abwärtsspirale möglich – etwa, wenn man passiv mitlese und sehe, wovon man alles ausgeschlossen sei. Auch Neid spiele beim Lesen von Posts oft eine Rolle.

Ähnlich wie andere deutsche Studien zieht auch Hefner den Schluss: «Beschränkung macht mit Sicherheit Sinn.» Fraglich sei, ob beim Smartphone eine strikt zeitliche Begrenzung funktioniere. «Was aber geht: kein Smartphone beim gemeinsamen Essen und bei Gemeinschaftsaktivitäten, kein Smartphone abends und nachts im Bett. Und tagsüber smartphonefreie Fenster.» All dies in Absprache und Aushandlung mit dem Nachwuchs.

Das ist deutlich weniger strikt als manche Regeln, die US-Technik-Titanen ihren Sprösslingen auferlegen: Sie schicken sie im Silicon Valley nicht nur auf Technologie-freie Schulen, sondern erlauben ihnen Smartphones auch erst ab 14 Jahren – wie etwa Bill Gates dies tut.

© Corina Engelstätter

 

Sind Bayerns Hauptschüler im Ländervergleich besser?

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen am 19.12.2017)

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: In Bayern finden die meisten Mittelschüler eine Ausbildungsstelle. Bilden Bayerns Mittelschulen ihre Schüler folglich etwa besser aus? Von Christina Heller

Schaut man sich die reinen Zahlen an, könnte man meinen, Bayern macht es im Vergleich zum Rest Deutschlands mal wieder am besten.

Etwa 70 Prozent der Schüler, die mindestens einen Mittelschulabschluss haben, bekommen hier gleich nach der Schule eine Lehrstelle. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 49 Prozent. So geht es aus dem Ländermonitor berufliche Bildung der Bertelsmann-Stiftung hervor. Die nächstliegende Schlussfolgerung ist da: Bayerns Mittelschulen bilden ihre Schüler viel besser aus. Aber stimmt das?

Auf eine offene Lehrstelle kommen in Bayern weniger Bewerber

Nicht ganz, sagen die Autoren des Ländermonitors selbst. „Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat ein Hauptschulabschluss in Bayern schon eine höhere Anerkennung“, sagt Lars Theis, der den Ländermonitor bei der Bertelsmann-Stiftung betreut. Doch das ist nicht der einzige Grund, führt er fort: „In Bayern ist auch die Situation auf dem Ausbildungsmarkt sehr angespannt, deshalb tun sich Hauptschüler dort leichter, eine Lehrstelle zu finden“, sagt er. Will heißen: Auf eine offene Lehrstelle kommen hier viel weniger Bewerber als in anderen Bundesländern.

Viele schwäbische Betriebe suchen heute gezielt Mittelschüler

Ganz ähnlich sieht das Simone Fleischmann, die Präsidentin des bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes. „Die Ausbildungssituation bei uns in Bayern ist so exzellent, dass fast jeder, der eine Lehrstelle sucht, auch eine bekommt.“ Das sei nicht immer so gewesen. Fleischmann kann sich noch erinnern, als sie selbst Abschlussklassen an einer Mittelschule betreut hat: „Damals – vor zehn, zwölf Jahren – war es wirklich nicht so einfach, für jeden Schüler eine Lehrstelle zu finden“, sagt sie. Heute sei das leichter, auch weil in vielen Unternehmen ein Umdenken stattgefunden habe. Die Betriebe wüssten heute: „Wenn wir einen Mittelschüler nehmen und den unterstützen, dann ist der motivierter und er bleibt uns erhalten“, sagt sie. Das kann auch Oliver Heckmann bestätigen. Viele Betriebe in Schwaben würden gezielt nach Mittelschülern suchen, sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Bildung bei der Industrie- und Handelskammer Schwaben. „Das ist der entscheidende Unterschied zu manch anderen Bundesländern.“

Welche Rolle spielen gute Noten bei der Einstellung?

Gleichzeitig ist von Betrieben zu hören, dass die Anforderungen an Auszubildende steigen – gerade durch die Digitalisierung. Für manche Berufe, heißt es dann, werde man zukünftig nur noch sehr gute Realschüler oder Abiturienten als Lehrlinge einstellen können, weil nur sie die notwendigen Voraussetzungen mitbrächten. „Auf der einen Seite kann ich den Reflex bei Unternehmen schon verstehen, einen Schüler mit extrem guten Noten einzustellen“, sagt Fleischmann. Ob das der richtige Weg sei, bezweifelt sie aber: „Ich habe so viel Kontakt zu ehemaligen Schülern. Und viele haben sich durch die Ausbildung so positiv entwickelt, dass sie jetzt zu den besten Mitarbeitern zählen.“

© Corina Engelstätter

Ein Volk von Mathe Muffeln

Bildung Brüche, Dreisatz, Prozentrechnen: Was jeder können sollte

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 28.11.2017)

Die Mathematik hat ein Problem: Ihr Image ist schlecht. „In Deutschland ist es cool, wenn man sagt, dass man Mathe in der Schule nicht konnte“, sagt Mathematik Professor Christian Hesse von der Universität Stuttgart. „Damit kann man punkten.“ Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung spricht gar von einem „Volk von Zahlenblinden“.

Zugleich werden wir immer häufiger mit Daten und Statistiken konfrontiert – und auch Mathe-Skeptiker vertrauen auf Dinge, die sie nicht verstehen: kompliziert errechnete Kryptowährungen, Algorithmen bei Partnerbörsen im Internet oder in den sozialen Netzwerken. „Es ist wichtig, dass man dafür ein Verständnis hat“, sagt Hesse. Die negative Grundhaltung gegenüber der Mathematik sei ein ziemlich deutsches Phänomen. „In Frankreich und skandinavischen Ländern ist das anders.“ Dort werde Mathematik als große Kulturleistung angesehen.

Mathematik ist für viele Schüler ein Albtraum – und doch eine wichtige Grundlage unseres Lebens. Für den Alltag reiche der Stoff der 8. Klasse, findet Hesse: Bruchrechnen, Dreisatz und Prozentrechnung, für ihn die „Königsdisziplin“ der Alltagsmathematik. „Wenn man Wahrscheinlichkeitsaussagen verstehen will, braucht man aber mehr. “Man müsse verstehen, wie der Banker dazu kommt, eine Geldanlage zu empfehlen, oder wie Chancen und Risiken einer medizinischen Behandlung gegeneinander abzuwägen sind.

Hesse sieht vor allem die Schulen in der Pflicht. Grundschülern mache Mathe Spaß, weil alles aufgehe, sagt er. Später werde es dann abstrakter, Kinder spürten das Unbehagen ihrer Eltern. Kein Wunder: Viele Erwachsene greifen schon bei einfachen Kopfrechenaufgaben zum Taschenrechner.

© Corina Engelstätter

Steffen Tölzer, ehemaliger Schüler unserer Schule, bestritt sein 600. Spiel für die Augsburger Panther

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 6.10.2017)

Der langjährige Kapitän der Panther bestritt am Donnerstag, 5.10. sein 600. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga. Diese Marke haben zwar bereits einige Profi-Kollegen erreicht, aber das Besondere bei dem 32-Jährigen, der aus dem AEV-Nachwuchs stammt: Er hat alle Erstligaspiele nur für einen Verein bestritten. „Die Augsburger Panther sind eben mein Klub“, sagt das Urgestein….

Seit 2014 ist Tölzer Kapitän der Mannschaft. „Er ist in der Stadt, aber auch in der Liga das Gesicht der Mannschaft“, sagt Sportmanager Duanne Moeser über seinen früheren Teamkollegen und fügt an: „Ihn zeichnet sein unbedingter Wille zu gewinnen aus. Außerdem hat er nie aufgehört, sich weiterzuentwickeln. Und er ist noch nicht satt.“ Auch durch eine schwere Halswirbelverletzung vor einigen Jahren ließ sich der Abwehr-Spezialist nicht stoppen. Für die Panther hat er bisher 24 Tore erzielt und 81 Vorlagen gegeben….

Steffen Tölzer wurde sogar zum Sportler des Jahres 2017 gewählt. Seine Ausbildung auf dem Eis begann Tölzer beim ESV Pinguine Königsbrunn, bevor er zum benachbarten AEV wechselte.

Nicht nur das Eis verbindet ihn mit Königsbrunn: Tölzer war einmal Schüler unserer Schule- im Jahr 2000 hat er hier seinen Schulabschluss gemacht.

© Corina Engelstätter

Smartphone-Nutzung macht Kinder krank

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 30.5.2017)

Wenn Kinder ständig am Handybildschirm hängen, steigt das Risiko von Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche – so das Ergebnis der aktuellen Studie.

Wie Smartphones Kinder krank machen: Konzentrationsstörungen, Zappelphilipp-Syndrom

Übermäßiger Konsum von digitalen Medien gefährdet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen massiv, so lautet das Fazit der Blikk-Studie, die Marlene Mortler (CSU), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gestern in Berlin vorgestellt hat.

Für die Studie hatten rund 80 Kinderärzte aus ganz Deutschland im Rahmen der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen bei fast 6000 Kindern den Zusammenhang von Mediennutzung und Gesundheit erfasst. Und dabei erhebliche Risiken festgestellt:

Schon bei einem täglichen Smartphone-Gebrauch von einer halben Stunde etwa steigt bei Acht- bis 13-Jährigen das Risiko von Konzentrationsstörungen auf das Sechsfache des üblichen Werts.

Die Verfasser der Studie sehen angesichts der wachsenden Probleme vor allem die Eltern in der Pflicht. Diese müssten Vorbilder sein, doch Kinderärzte berichten etwa davon, dass Mütter und Väter ihren quengelnden Kindern im Wartezimmer Handy-Videos zur Beruhigung vorspielen.

Eltern sollen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln

Die Studie wolle die digitalen Medien nicht generell verdammen. Es gehe angesichts der Risiken aber darum, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu vermitteln.

Ein eigenes Handy sei frühestens ab zwölf sinnvoll. Mit älteren Kindern und Jugendlichen sollten Eltern eine Art Vertrag über den erlaubten Umfang der Mediennutzung abschließen. Und dessen Einhaltung auch konsequent kontrollieren. Achten müssten Mütter und Väter auch auf handyfreie Zonen, etwa bei den Mahlzeiten.

Und auf genügend „echte“, gemeinsame Erlebnisse: „Öfter mal Paddeln statt Daddeln und Kicken statt Klicken.“

Das sagt die Blikk- Studie:

  • 600000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland gelten als internetsüchtig. Hinzu kommen 2,5 Millionen sogenannte „problematische Internetnutzer“.
  • 16% der 13- und 14-Jährigen geben an, Probleme zu haben, die Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.
  • Sechs Prozent der 12-17- Jährigen gelten als behandlungsbedürftig.
  • Etwa 90 % aller Kinder wachsen ohne vernünftige Leitlinien im Umgang mit digitalen Medien auf.

© Corina Engelstätter

Smartphone-Nutzung macht Kinder krank

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 30.5.2017)

Wenn Kinder ständig am Handybildschirm hängen, steigt das Risiko von Hyperaktivität und Konzentrationsschwäche – so das Ergebnis der aktuellen Studie.

Wie Smartphones Kinder krank machen: Konzentrationsstörungen, Zappelphilipp-Syndrom

Übermäßiger Konsum von digitalen Medien gefährdet die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen massiv, so lautet das Fazit der Blikk-Studie, die Marlene Mortler (CSU), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, gestern in Berlin vorgestellt hat.

Für die Studie hatten rund 80 Kinderärzte aus ganz Deutschland im Rahmen der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen bei fast 6000 Kindern den Zusammenhang von Mediennutzung und Gesundheit erfasst. Und dabei erhebliche Risiken festgestellt:

Schon bei einem täglichen Smartphone-Gebrauch von einer halben Stunde etwa steigt bei Acht- bis 13-Jährigen das Risiko von Konzentrationsstörungen auf das Sechsfache des üblichen Werts.

Die Verfasser der Studie sehen angesichts der wachsenden Probleme vor allem die Eltern in der Pflicht. Diese müssten Vorbilder sein, doch Kinderärzte berichten etwa davon, dass Mütter und Väter ihren quengelnden Kindern im Wartezimmer Handy-Videos zur Beruhigung vorspielen.

Eltern sollen Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln

Die Studie wolle die digitalen Medien nicht generell verdammen. Es gehe angesichts der Risiken aber darum, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu vermitteln.

Ein eigenes Handy sei frühestens ab zwölf sinnvoll. Mit älteren Kindern und Jugendlichen sollten Eltern eine Art Vertrag über den erlaubten Umfang der Mediennutzung abschließen. Und dessen Einhaltung auch konsequent kontrollieren. Achten müssten Mütter und Väter auch auf handyfreie Zonen, etwa bei den Mahlzeiten.

Und auf genügend „echte“, gemeinsame Erlebnisse: „Öfter mal Paddeln statt Daddeln und Kicken statt Klicken.“

Das sagt die Blikk- Studie:

  • 600000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland gelten als internetsüchtig. Hinzu kommen 2,5 Millionen sogenannte „problematische Internetnutzer“
  • 16% der 13- und 14-Jährigen geben an, Probleme zu haben, die Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren.
  • Sechs Prozent der 12-17- Jährigen gelten als behandlungsbedürftig.
  • Etwa 90 % aller Kinder wachsen ohne vernünftige Leitlinien im Umgang mit digitalen Medien auf

Das Grundgesetz wird 68 Jahre alt!

Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Es ist am 23. Mai 1949 in Kraft getreten. Damit ist das Grundgesetz genauso alt wie die Bundesrepublik Deutschland.

Im Grundgesetz sind 146 einzelne Artikel enthalten. Jeder Artikel steht für ein Gesetz, also eine Regel. Diese Regeln bestimmen, wie die Menschen in Deutschland miteinander leben sollen.

Das Grundgesetz wurde in den Jahren 1948 und 1949 geschrieben. Damals war Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Die drei Zonen im Westen wurden von Frankreich, Großbritannien und den USA verwaltet. Die Zone im Osten verwaltete die ehemalige Sowjetunion.

Das Grundgesetz entsteht

Die Politiker aus den drei Zonen im Westen dachten sich Regeln aus und schrieben sie auf. So eine Sammlung von Regeln nennt man normalerweise „Verfassung“. Weil aber niemand aus der ehemaligen sowjetischen Zone mitmachte, sollten die Regeln anders heißen. Die Politiker einigten sich auf den Namen Grundgesetz. Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer (Foto links) hat das Grundgesetz am 8. Mai 1949 verkündet. Die Bundesrepublik Deutschland wurde gegründet.

1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

Ob Kinder oder Erwachsene, Ausländer oder Deutsche, Nichtbehinderte oder Behinderte: Alle haben die gleichen Rechte, ohne Ausnahme. Das klingt eigentlich selbstverständlich, dabei war es nicht immer so. Lange Zeit hatten zum Beispiel Frauen weniger Rechte als Männer. Sie durften lange nicht wählen.

2. Jeder darf seine Meinung frei sagen
Zum Beispiel darf jeder über Politiker sagen:“Ich finde nicht gut, was sie tun“. Kaum zu glauben, aber es gab Zeiten, da kam man für solche Sätze ins Gefängnis.

3. Die Macht in Deutschland ist aufgeteilt
Es dürfen immer nur mehrere Politiker gemeinsam das Sagen haben und Entscheidungen treffen. Denn es gab eine schlimme Zeit in Deutschland, zu der das anders war. Damals hatten Adolf Hitler und seine Partei alleine das Sagen. So etwas soll nie wieder möglich sein.

Das sind nur drei Beispiele für Regeln, die im Grundgesetz stehen. Insgesamt sind es 146.

© Corina Engelstätter

Warum man Musik nicht weitergeben darf

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 3.April 2017)

Weil ein Kind das Album von Rihanna ins Internet stellte, werden die Eltern bestraft.

Wenn du im Laden ein Buch kaufst, kannst du es einmal oder auch hundertmal durchlesen. Du kannst es verschenken oder auch weiterverkaufen. Das alles ist legal. Geht es aber um Musik, wird die Sache komplizierter!

Viele Leute kaufen Musik in Form von MP3s oder ähnlichen Formaten. Diese Dateien laden sie runter und speichern sie z.B. auf dem Computer. Oft werden die Dateien dann auf speziellen Seiten wieder hochgeladen- also upgeloaded. Meist ist das verboten. Aber warum?

Den Firmen entgeht dadurch Gewinn

„Das hat etwas mit dem Urheberrecht zu tun“, erklärt Anwältin Simone Eckert. Die Autoren eines Buches oder die Komponisten eines Liedes gelten als die Urheber ihrer Werke- und diese Urheber haben in Deutschland besondere Rechte: zum Beispiel darf keiner ohne Erlaubnis ihr Buch abschreiben und verkaufen.

Musiker geben ihre Rechte oft an eine Plattenfirma ab. Sie sagen damit also: Allein ihr dürft meine Musik verkaufen. Dafür bekommen die Musiker z.B. einen Teil des Geldes aus den Verkäufen. Lädt jemand ohne Erlaubnis dieser Plattenfirma oder des Künstlers Musik im Internet hoch, verletzt er das Urheberrecht und kann dafür richtig Ärger bekommen.

So geht es gerade einer Familie aus München. Eines der drei Kinder lud ein Album von Rihanna hoch. Die Plattenfirma fand das schnell heraus und klagte die Familie an.

Nun müssen die Eltern mehr als 3500 € bezahlen.

„Lädt jemand Musik im Internet hoch, könnten es tausende Menschen kostenlos herunterladen“, erklärt Simone Eckert. „ Die Menschen kaufen sich dann vermutlich die Musik nicht mehr. Dadurch entgeht der Firma der Gewinn.“

Das finden die natürlich nicht gut. Deshalb gehen Plattenfirmen immer wieder gegen verbotene Uploads vor.

Duzt du noch oder siezt du schon?

(gelesen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung)

 

Expertin Susanne Erdmann erklärt dir heute eine Feinheit in der deutschen Sprache. Und du erfährst, warum ein Du auch teuer werden kann.

 

Kannst du mir bitte helfen?

Können Sie mir bitte helfen?- dieses beiden Sätze unterscheiden sich eigentlich kaum und doch machen zwei kleine Worte einen großen Unterschied: das „Du“ und das „Sie“, das duzen und das Siezen. Aber warum gibt es diesen Unterschied überhaupt?

 

„Mit dem Du drückt man Nähe aus“, erklärt Susanne Erdmann. Das bedeutet, dass man die Person gut kennt. Du duzt deine Freunde, deine Verwandten und häufig wirst du von Erwachsenen geduzt.

Das hängt mit dem Alter zusammen. Ab einem bestimmten Alter wird man auch zu Dir „Sie“ sagen. Mit dem „Sie“ drückt man einen Abstand zum anderen aus und zeigt, dass man Achtung vor der Person hat. Es gilt also: „Alle Erwachsenen werden gesiezt, bis sie das Du anbieten.“

 

Wusstest du, dass duzen auch teuer werden kann?

Wenn ein Erwachsener z.B. bei einer Verkehrskontrolle einfach einen Polizisten duzt, kann es sein, dass er 600 € bezahlen muss. Denn das Du gilt als respektlos dem Polizisten und so auch dem Staat gegenüber.

 

Das Siezen ist eine Höflichkeitsform aus dem Mittelalter. Die Anrede mit „Sie“ benutzte man gegenüber höhergestellten und adeligen Personen.

Vor 100 Jahren war es übrigens auch hierzulande noch ganz normal, dass Kinder ihre Eltern gesiezt haben- als Zeichen des Respekts.

Im Englischen gibt es nur „you“- das kann man als „du“ und auch als „Sie“ verwenden. Was nun gemeint ist, muss man dann irgendwie heraushören…

© Corina Engelstätter

 

Wer war eigentlich Valentin?

(gelesen am 14.2.2017 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung)

 

Heute ist Valentinstag 2017. Aber wer war Valentin eigentlich – und warum ist der 14. Februar der Tag der Liebe?

Am Valentinstag 2017 werden wieder Blumen, Karten und Schokolade verschenkt. Aber wer war Valentin eigentlich?

Der Valentinstag 2017 am 14. Februar wird nicht nur in Deutschland als Tag der Liebenden gefeiert, sondern auch in so einigen weiterem Ländern. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Bedeutung?

Am Valentinstag werden in Deutschland so viele Blumen verschenkt wie an keinem anderen Tag im Jahr. Manche glauben dadurch, dass dieser Tag von der Blumen- oder Schokoladenindustrie erfunden sein könnte. Tatsächlich geht er aber bereits auf das Mittelalter zurück.

Valentinstag 2017: Bedeutung durch Valentin von Terni?

Wie bei vielen Gedenktagen ist der Ursprung in mehreren Varianten überliefert, die sich nicht mehr genau prüfen lassen. Besonders häufig wird er Valentin von Terni zugeschrieben, der wohl Bischof war. Er soll sich über das Verbot des Kaisers hinweggesetzt haben, dass Soldaten nicht heiraten dürfen. Der Überlieferung nach traute er sie und verschenkte Blumen – was sich heute im Brauchtum am Valentinstag wiederfindet.

Valentin von Terni gilt außerdem als Märtyrer: Er soll am 14. Februar 269 nach Christus wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet worden sein, wodurch sich das Datum für den Gedenktag erklärt.

© Corina Engelstätter

Schon gehört?
  • Jugendliche mit weniger Smartphone-Zeit sind glücklicher

    Dass ständiges Online-Sein labile Jugendliche runterziehen kann, haben schon mehrere Studien gezeigt. Eine neue Untersuchung weist darauf hin, dass auch die große Mehrheit durch zu viel Gedaddel nicht glücklicher wird.

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Termine
Mrz
6
Di
2018
7:30 Lehrer-Treff
Lehrer-Treff
Mrz 6 um 7:30 – 7:45
 
10:15 Schüler-Treff
Schüler-Treff
Mrz 6 um 10:15 – 10:45
Im Klassenzimmer von Frau Ostermann
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